TZB Göppingen Praxis für Sozialpädagogen, Therapeut, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern, Mediatorin, Juristin, Kindertherapie, jugendtherapie

// SUCHTBERATUNG

„Jede Sucht hat einmal als Suche begonnen.“
(Andreas Tenzer, *1954, dt. Philosoph & Pädagoge)

Obwohl Süchte weit verbreitet sind, fällt es Betroffenen häufig schwer, sich Hilfe zu holen. Zu schwer wiegt das Tabu, mit dem Sucht belegt ist, zu groß daher die Scham des Eingeständnisses: zuerst vor sich selbst und noch mehr gegenäber dem Umfeld.

Sucht tritt in vielen Formen auf, kann sich auf Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Medikamente beziehen. Aber auch Verhaltensweisen wie exzessives Glücksspiel, Gaming oder Social Media können in Sucht übergehen.

Die Grenzen sind zunächst fließend zwischen Sucht einerseits und andererseits Genuss, Ablenkung vom Stress, einer sicheren Ruhezone im Alltag fernab unangenehmer Gefühle und dergleichen. Kritisch wird ein Konsumverhalten, wenn es mit Leid für Betroffene und/oder das Umfeld, einhergeht. Etwa durch Verlust der Kontrolle, Fortsetzung des Konsums trotz des Wunschs aufzuhören, zunehmende Schwierigkeiten den bisherigen Alltag zu schaffen. Auch die sozialen Kontakte können unter einer Sucht leiden, wenn die Sucht immer mehr Zeit und Interesse auf sich zieht.

Was auch immer Sie beschäftigt, Sie selbst betroffen sind oder eine Person Ihres Umfelds, ob Sie denken eine Sucht zu haben oder sich diesbezüglich unsicher sind, im TZB finden sie einen sicheren und wertschätzenden Raum, in dem Sie unser Team betreut.

# Alkohol- und Drogensucht

Im Zentrum dieser Süchte steht meist ein starker Wunsch nach Konsum, der bisweilen so groß werden kann, dass Kontrolle oder 'sich zusammenreißen', als unmöglich erlebt werden. Entsprechend sind Häufigkeit, Dauer und Dosis des Konsums schwer beeinflußbar. Dieser Sog der Sucht wird häufig dann schmerzlich bewusst, wenn versucht wird, den Konsum einzuschränken oder ganz aufzuhören.

Gründe den Konsum einzustellen oder zumindest zu begrenzen, können darin bestehen, dass die Konsequenzen zunehmend spürbar werden: dies kann sich in gedrückter Stimmung, Angst oder Gefühle von Ohnmacht zeigen. Der Körper fühlt sich schlecht an, die Dosis muss immer weiter gesteigert werden, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. So vielfältig die Auswirkungen sein mögen, enden diese meist in der Schwierigkeit, den Anforderungen von Arbeit und sozialem Umfeld, gerecht zu werden.

Sucht kann der Wunsch sein, sich etwas Gutes zu geben, Unangenehmes durch Angenehmes zu ersetzen oder Leistungsansprüchen gerecht zu werden. Die Klärung individueller Motive ist Bestandteil unserer Beratung. Dadurch können alternative Wege aufgezeigt und neue Perspektiven entwickelt werden. Dies stärkt letztlich das Gefühl, wieder selbst über Handlungsmöglichkeiten zu verfügen und damit auch das Selbstvertrauen.

Ausgangspunkt der Beratung ist dabei stets die aktuelle konkrete Situation von Betroffenen. Entlang der jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Lebenslagen entwirft unser interdisziplinäres Team gemeinsam mit Ihnen einen Weg aus der Abhängigkeit hin zu mehr Selbstbestimmung.

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